Tourismus: Gewerkschaft vida kritisiert Planlosigkeit der Bundesregierung

vida-Tusch: „Planungssicherheit jetzt, Attraktivierung der Branche unabdingbar!“

Wien . (OTS) „Die Bundesregierung ist dabei, im Tourismus dasselbe Chaos wie in den vergangenen 18 Monaten zu produzieren. Die Beschäftigten brauchen wie die Betriebe Planungssicherheit für die Wintersaison“, sagt Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus der Gewerkschaft vida, und unterstreicht damit die Ausführungen von Touristiker und Ex-NEOS-Politiker Sepp Schellhorn in der Kronen Zeitung vom Dienstag: „Gibt es nicht umgehend ein Konzept mit Corona-Szenarien, riskiert die Bundesregierung Tausende weitere Arbeitslose!“

Da sich die Situation am Arbeitsmarkt vor dem Winter mit Gewissheit zuspitzt und klare Regelungen bisher fehlen, könne keinem Arbeitnehmer geraten werden, in der Branche zu bleiben, so Tusch: „Die Kolleginnen und Kollegen sind teilweise seit 15 Monaten in Kurzarbeit oder haben ihren Job verloren.“ Was sich auch nicht wiederholen dürfe, ist, dass ArbeitnehmerInnen hinsichtlich finanzieller Unterstützung auf der Strecke bleiben. „Es braucht einen Fixkostenzuschuss für Beschäftigte“, so vida-Gewerkschafter Tusch, der zudem betont, dass jetzt alles unternommen werden müsse, damit die KollegInnen wieder Vertrauen in die Branche gewinnen: „Anstatt wie vor dem zweiten Lockdown im November Menschen auf die Straße zu setzen, muss im Fall der Fälle auf Kurzarbeit gesetzt werden.“

An der Attraktivierung der Branche führe kein Weg vorbei, so Tusch: „Wenn die Vertreter der Wirtschaftskammer betonen, dass sie ihre Beschäftigten überzahlen, so muss es auch Ist-Lohnerhöhungen bei den KV-Verhandlungen geben. Das muss auch für Sonderzahlungen gelten.“ Der Gewerkschafter pocht zudem auf die Umsetzung der im Kollektivvertrag vorgesehenen Fünf-Tage-Woche sowie die Berücksichtigung von Vordienstzeiten. „Wir hören regelmäßig, dass es für Beschäftigte eine große Chance ist, viele Betriebe kennenzulernen und so Erfahrung zu sammeln. Wenn es dann um das Anrechnen von Vordienstzeiten geht, wissen die Arbeitgeber davon aber nichts mehr und sehen darin nur einen lästigen Kostenfaktor“, bekräftigt Tusch abschließend: „Unsere Konzepte und Vorschläge liegen seit Jahren auf dem Tisch der Arbeitgeber, doch die Antwort ist immer dieselbe, nämlich das Abwinken. Mit dieser Einstellung kann man eine Branche nicht attraktivieren!“

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