New Energy for Industry 2021: Erste Konferenz des Innovationsverbundes für eine emissionsfreie Industrie

Rund 50 Vortragende aus Forschung, Wirtschaft und Politik diskutieren Lösungen für das industrielle Energiesystem

Wien (OTS) Die Dekarbonisierung und Transformation des industriellen Energiesystems ist ein wesentlicher Beitrag für das Erreichen der nationalen Klimaziele, denn der Industriesektor ist für fast die Hälfte der österreichischen CO2-Emissionen verantwortlich. Am 6. und 7.Mai 2021 findet die erste wissenschaftliche Konferenz des NEFI Innovationsverbundes online statt. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung von Forschung und Innovation sowie die notwendigen Rahmenbedingungen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrie.

Nach der Eröffnung mit Frau Bundesministerin Leonore Gewessler stehen am ersten Konferenztag die technologischen Herausforderungen im Mittelpunkt. Neben der Präsentation von aktuellen systemischen Lösungen zur Dekarbonisierung des industriellen Energiesystems, finden am zweiten Tag die Policy Talks statt, mit einer hochkarätigen Diskussionsrunde mit Vertreter*innen aus der EU, aus Bund und Ländern und aus der Industrie.

An der zweitägigen Konferenz nehmen rund 50 Vortragende und Expert*innen aus Forschung, Industrie und Politik teil, um die Transformation des industriellen Energiesystems zu diskutieren. Über 350 registrierte Personen nehmen an der ersten NEFI-Konferenz online teil. In den interaktiven Sessions werden einerseits die wissenschaftlichen Beiträge als auch erste Ergebnisse aus den laufenden, insgesamt 17 NEFI-Projekten präsentiert und diskutiert. Die Policy Talks beschäftigen sich mit den erforderlichen politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, die für dem Umbau zu einer klimaneutralen Energieversorgung sowie der Sicherung des österreichischen Hightech-Standorts nötig sind.

Transformation des Industriesektors: ein wichtiger Hebel für die nationalen Klimaziele

NEFI – New Energy for Industry nimmt als einzigartiger Innovationsverbund eine wichtige Position für das Gelingen der Transformation des Industriesektors in Richtung Klimaneutralität ein. Mit rund einem Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs und fast der Hälfte der österreichischen CO2-Emissionen ist die Industrie, neben dem Verkehr und der Mobilität, eine entscheidende Größe. Im Rahmen des Eröffnungsdialogs unter dem Titel „Der Weg zu einer klimaneutralen Industrie“ zeigen die Mitglieder des NEFI Cluster Steering Committees auf, dass – wegen der hohen Komplexität des industriellen Energiesystems – für einen Übergang zu einer klimaneutralen Industrie nicht nur die Entwicklung einzelner Technologien, sondern auch systemische und ökonomische Lösungen erforderlich sind. Zudem sind systematische Roll-outs, neue regulatorische Rahmenbedingungen sowie neue Geschäftsmodelle, die über die bestehenden betrieblichen Aktivitäten der Unternehmen hinausgehen, notwendig.

Mehrwert der Vorzeigeregion NEFI für die Industrie

In der österreichischen Industrie setzen sich bereits viele Unternehmen aktiv mit den Themen Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Versorgung mit erneuerbaren Energien auseinander. Die beiden Vorträge aus dem NEFI Industrial Board heben die Anforderungen an die sektorenübergreifende Zusammenarbeit von Industrie und Energiewirtschaft sowie die Herausforderungen an das Stromnetz für das Gelingen der Energiewende hervor. Einen Mehrwert für die Industrie bietet hier das NEFI Industrial Board. Dies ist eine Plattform für den direkten Austausch zwischen Vertreter*innen der österreichischen Industrie und NEFI, um die Themen Dekarbonisierung und Transformation des industriellen Energiesystems gemeinsam voranzutreiben.

An der Konferenz nehmen rund 50 Vortragende und Diskussionsteilnehmer*innen teil, darunter Frau Bundesministerin Leonore Gewessler (BMK), Jürgen Tiedje (EU-KOM, GD Forschung und Innovation), Markus Achleitner (Wirtschafts- und Energie-Landesrat, Oberösterreich), Dieter Drexel (Industriellenvereinigung), Barbara Eibinger-Miedl (Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Regionen, Wissenschaft und Forschung, Steiermark), Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß (Fronius International GmbH), Wolfgang Haider (Borealis Polyolefine GmbH), Joseph Kitzweger (Lafarge Zementwerke GmbH), Ursula Lackner (Landesrätin für Umwelt, Klimaschutz, Energie, Regionalentwicklung und Raumordnung, Steiermark), Stephan Laiminger (Innio Jenbacher GmbH), Johannes Rath (Wienerberger Buil¬ding Solutions), Florian Maringer (Kabinett des BMK), Albrecht Reuter (Fichtner IT Consulting und SINTEG C/sells), Martin Wagner (VERBUND Energy4Business GmbH), Robert Tesch (Siemens Austria and CE) und Theresia Vogel (Klima- und Energiefonds). Das NEFI Cluster Steering Committee ist vertreten durch Wolfgang Hribernik (AIT Austrian Institute of Technology), Thomas Kienberger (Lehrstuhlleiter am Lehrstuhl für Energieverbundtechnik der Montanuniversität Leoben), Gerhard Dell (OÖ Energiesparverband), Christiane Egger (OÖ Energiesparverband) und Christian Altmann (Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur).

Erste NEFI-Konferenz: On Demand Content

Die Beiträge, Keynotes und wissenschaftlichen Sessions der New Energy for Industry 2021 werden nach der Konferenz zur Nachschau zur Verfügung gestellt. Die Links sind auf der Website https://www.nefi.at/new-energy-for-industry-2021 abrufbar.

Über NEFI

NEFI – New Energy for Industry ist Teil der „Vorzeigeregion Energie“ und verfolgt den Ansatz der Dekarbonisierung des industriellen Energiesystems mithilfe von Schlüsseltechnologien „Made in Austria“. Der NEFI Innovationsverbund hat sich um ein Konsortium aus AIT Austrian Institute of Technology, Montanuniversität Leoben, OÖ Energiesparverband und der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria formiert und bündelt die vielfältige Erfahrung im Bereich der Energieforschung und Umsetzung von Projekten. Maßgebliche Unterstützung kommt von den beiden industriestarken Bundesländern Oberösterreich und Steiermark. Das ständig wachsende Konsortium mit aktuell 100 Partnern aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen entwickelt in den ersten 17 Projekten technologische und systemische Lösungen, welche die Energiewende in der Industrie ermöglichen sollen. Der Klima- und Energiefonds unterstützen die NEFI-Projekte insgesamt mit 21,5 Millionen Euro, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). www.nefi.at

Mehr Informationen zu den 17 NEFI-Projekten: www.nefi.at/projekte

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Margit Özelt
Marketing and Communications
NEFI – New Energy for Industry
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