NEOS zu Tourismusgipfel: Was der Tourismus braucht, ist seit Jahren bekannt

Sepp Schellhorn: „Als Unternehmer könnte man erwarten, dass WKO und ÖVP nicht erst kurz vor der Wirtschaftskammerwahl ,plötzlich’ draufkommen, dass es gewaltige Probleme gibt.“

Wien (OTS) Als „leicht durchschaubares reines Marketing-Manöver“ bezeichnet NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn den „Tourismusgipfel“, bei dem Harald Mahrer und die ÖVP-Ministerinnen am Donnerstag herausfinden wollen, was den Touristikern „konkret unter den Fingernägeln brennt“. „Als Unternehmer könnte man erwarten, dass die Wirtschaftskammer und die ÖVP – die ja immerhin seit 11.000 Tagen in Regierungsverantwortung ist – das längst wissen. Und nicht erst gegen Ende der Wintersaison und wenige Wochen vor der Wirtschaftskammerwahl ,plötzlich’ draufkommen, dass es da gewaltige Probleme gibt“, ärgert sich Schellhorn.

Würde „diese Regierung mit dem Staatskommissär in der Wiedner Hauptstraße“ den Unternehmerinnen und Unternehmern dieses Landes nicht immer nur vor Wahlen zuhören und wirklich etwas ändern wollen, so Schellhorn, hätte sie längst ein ganzes Maßnahmenpaket umgesetzt. „Was der Tourismus braucht, ist schließlich seit Jahren bekannt.“

NEOS fassen es aber gerne noch einmal für den „verschlafenen Wirtschaftskammer-Zampano“ zusammen, meint Schellhorn. Am dringendsten brauche es eine echte Entlastung – „kurzfristig muss eine Senkung der Lohnnebenkosten her und die seit Ewigkeiten versprochene Abschaffung der Kalten Progression: Denn auch wenn wir in den Tourismusbetrieben mehr als den Kollektivvertrag bezahlen, bleibt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel zu wenig Netto vom Brutto. Sie kosten die Unternehmerinnen und Unternehmer also viel, verdienen aber wenig. Das ist kein Leistungsanreiz.“

Weiters brauche es in den Tourismusregionen Kinderbetreuungsplätze sieben Tage die Woche von 7 bis 17 Uhr, damit auch Wiedereinsteiger_innen und Alleinerzieher_innen Jobs im Tourismus annehmen können. Und ein ordentliches Einwanderungsgesetz statt bürokratischer Hürden und Behördenwillkür.

Langfristig, so Schellhorn, müsse die Regierung dafür sorgen, dass die Lehre wieder attraktiver wird. „Das schafft man sicher nicht mit erschwerten Zugängen zur Lehre mit Matura – die geplanten zusätzlichen Kurse beim WIFI bringen keinen Lehrling mehr, sondern lassen nur die Einnahmen der Kammer sprudeln.“

Und last, but not least müsste endlich das von NEOS vorgeschlagene Beschäftigungsmodell „365 Tage Arbeit im Tourismus“ zur Förderung des Ganzjahrestourismus umgesetzt werden. Schellhorn: „Dazu brauchen wir auch kleine Personalwohnungen – aber die hat die Volkspartei ja leider steuerlich benachteiligt und damit für viele unleistbar gemacht.“

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