„matinee“ am ersten Adventsonntag: Doku „Genussland Steiermark“ und Porträts über Harnoncourt und Renoir

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) Der vielfältige Geschmack der Steiermark und einer ihrer größten Söhne stehen in der „matinee“ am Sonntag, dem 1. Dezember 2019, ab 9.05 Uhr in ORF 2 im Mittelpunkt: So folgt auf die Dokumentation „Genussland Steiermark“ das Porträt „Nikolaus Harnoncourt – Die Musik meines Lebens“ (9.35 Uhr) anlässlich des 90. Geburtstags des 2016 verstorbenen Stardirigenten, der sich am Nikolaustag zum 90. Mal jährt. Außerdem bietet der ORF-Kulturvormittag mit der Dokumentation „Augenschmaus: Auguste Renoir ‚Bal du moulin de la Galette“ kulinarische Einblicke in fiktive Menüs zu berühmten Bildern von Auguste Renoir, dessen Todestag sich am 3. Dezember zum 100. Mal jährt. Die von Clarissa Stadler präsentierte „matinee“ beschließt „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps.

„Genussland Steiermark“ (9.05 Uhr)

Kürbiskernöl, Kren, Käferbohnen, Wein, Vulcano-Schinken, Grazer Krauthäuptel oder auch das Murbodner Rind: Die Liste an Spezialitäten, die zu Markenzeichen steirischer Regionen wurden, ist lang. Der „Geschmack des Landes“ wurde zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor und zu einer tragenden Säule des Tourismus in der Steiermark: So besuchen etwa Hunderttausende Menschen jährlich im „Vulkanland“ rund um die Riegersburg Vorzeigebetriebe wie die Schokoladenmanufaktur Zotter oder den Essig- und Edelbrand-Hersteller Gölles. Die Steiermark ist aber auch der Obstgarten Österreichs: So werden 80 Prozent der österreichischen Äpfel in der Steiermark geerntet.
Der Film von Günter Schilhan zeigt die Entwicklung landwirtschaftlicher Produkte zu steirischen Markenzeichen auf und beleuchtet ihre Bedeutung für die heimische Wirtschaft und die regionale Identität.

„Nikolaus Harnoncourt – Die Musik meines Lebens“ (9.35 Uhr)

Am 6. Dezember wäre der österreichische Dirigent Nikolaus Harnoncourt 90 Jahre alt geworden. Für die Filmdokumentation von Günter Schilhan hat er – zwei Jahre vor seinem Tod im März 2016 – eine Werkauswahl der für ihn bedeutendsten Musik seines Lebens zusammengestellt. Seine frühen Kindheitserinnerungen führten Harnoncourt zu den Melodien George Gershwins, die sein Vater für die Familie am Klavier im Grazer Palais Meran intonierte. Eine Radioübertragung von Beethovens 7. Symphonie gab 1947 den entscheidenden Impuls für seinen Berufswunsch: Harnoncourt wollte Cellist in einem Orchester werden. Seine Karriere als Orchestermusiker beendete er allerdings abrupt nach einer Aufführung von Mozarts g-Moll Symphonie, die seiner Meinung nach völlig falsch interpretiert worden war.
In den folgenden Jahrzehnten schuf sich Nikolaus Harnoncourt, zuerst noch als Cellist, dann als Dirigent, mit der Gründung des Concentus Musicus seinen eigenen musikalischen Kosmos. Hier folgte er nur den „Leitgestirnen der Musikgeschichte“ und erarbeitete aus den Partituren von Monteverdi, Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert bis Smetana, Dvorak oder auch Gershwin seine eigene, revolutionäre Klangvorstellung, mit der er sich zu Beginn nicht nur Freunde machte. Von der Kindheit bis zur Gegenwart reicht diese musikalische Biografie, die anhand von vorher nie gezeigten Fotos und Personalien aus dem Familienarchiv, Konzertausschnitten, Probenarbeiten und persönlichen Kommentaren des Stardirigenten einen Bogen über sein Leben und gleichzeitig über die von ihm mitgeprägte Musikgeschichte spannt.

„Augenschmaus: Auguste Renoir ‚Bal du moulin de la Galette‘“

Auguste Renoir spielte in seinen Bildern mit Licht und Schatten und setzte weiche, mitunter fast verschwimmende Konturen. Nicht umsonst wird er auch der „Maler des Glücks“ genannt, denn er hielt gern die kleinen, flüchtigen Momente des Wohlbefindens jenseits des Alltags fest. Ein Gemälde musste für ihn etwas Angenehmes, Freundliches und Schönes sein.
1876 und 1881 vollendete Renoir zwei seiner berühmtesten Bilder: „Bal du Moulin de la Galette“ und „Das Frühstück der Ruderer“. Die beiden Ölgemälde auf Leinwand sind wahre Hymnen an die Lebensfreude. In ersterem Werk fing der Künstler die heitere, unbeschwerte Stimmung eines Sommertages in einem Tanzlokal auf dem Montmartre ein.

Für die Dokumentation von Chantal Allès stellte der Pariser Chefkoch Thierry Marx ganz im Geist jener Epoche ein farbenfrohes Mahl zusammen. Ein Essen, wie es beim „Frühstück der Ruderer“ hätte serviert werden können, im bis heute berühmten Restaurant Fournaise direkt am Ufer der Seine. Im Moulin de la Galette gab es dagegen keine Menüs, sondern nur Fladenbrot – eben die Galette, deren Rezept der Pariser Bäcker Christophe Vasseur vor dem Vergessen bewahrt hat.

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