FW-Krenn: Kein Verlass, zu wenig Umsatz, zu kurze Saison – Personalnot in der Gastronomie ist Produkt falscher Politik

Saisoniers erreichen in verkürzter Saison Versicherungszeiten nicht und suchen sich andere Jobs

Wien (OTS) Aktuell suchen zahlreiche Gastronomie- und Hotelbetriebe händeringend nach Personal, das Interesse ist überschaubar. Der WKO-Obmann der Fachgruppe Gastronomie hat am Wochenende erneut die angebliche Arbeitsunwilligkeit des Personals kritisiert und sieht die Personalnot ausschließlich darin. „So einfach ist es aber nicht“, weiß der Obmann der Freiheitlichen Wirtschaft, Matthias Krenn, der selbst ein Hotel in Kärnten betreibt.

Durch den völlig unnötig in die Länge gezogenen Lockdown hat die aktuelle Sommersaison dieses Jahr viel später gestartet als sonst. Nun erreichen die Saisonangestellten die für AMS-Bezüge im Herbst/Winter notwendigen Versicherungszeiten nicht – und bleiben aus. „Das ist ein riesiges Problem, das die Bundesregierung verschlafen hat. Es braucht jetzt für dieses Jahr dringend eine Sonderregelung für Saisoniers, um die Saisonarbeit attraktiver zu machen“, appelliert Krenn. Des Weiteren seien die auferlegten Maßnahmen wie Sperrstunde um 22 Uhr, Maskenpflicht, 3-G-Regel usw. in der Gastronomie klassische Umsatzkiller. Weniger Umsatz bedeutet weniger Trinkgeld und damit weniger Verdienst. Dazu käme, dass das Nachtgastro-Verbot und die Angstmacherei der Bundesregierung vor eventuellen weiteren Lockdowns die Angestellten verunsichern würden. „Die Menschen sind auf den Verdienst angewiesen und brauchen Sicherheit. Wenn die Bundesregierung die Arbeit in der Gastronomie so attraktiv macht wie Perlentauchen im Neusiedlersee, braucht sich keiner wundern, wenn sich die Leute andere Jobs suchen“, kommentiert Krenn.

Die Freiheitliche Wirtschaft fordert – vor allem angesichts der niedrigen Infektionszahlen – ein umgehendes Ende der schikanösen Auflagen für Gastronomie und Freizeitwirtschaft. Die Nachtgastronomie müsse sofort öffnen dürfen, die Sperrstunden-Regelung ersatzlos gestrichen und die vernünftigen Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen endlich akzeptiert werden. „Ich verstehe beim besten Willen nicht, worauf die Bundesregierung noch wartet!“, stellt Krenn klar. Zudem brauche es umgehend eine Sonderregelung für die Saisonfachkräfte, um das Problem der nicht zu erreichenden Versicherungszeiten in dieser Sommersaison zu kompensieren. „Die Personalnot ist hausgemacht. Es liegt nicht an den Angestellten, sondern an der Bundesregierung, ein attraktives Arbeitsumfeld wiederherzustellen. Dann kommen die Mitarbeiter ganz von alleine“, so Krenn abschließend.

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