FPÖ – Belakowitsch: Hat ÖVP-Abgeordneter Hörl in eigener Sache gegen Corona-Maßnahmen interveniert? | Freiheitlicher Parlamentsklub

Öffentlichkeit erwartet dringend Antworten von Anschober und Platter

Wien (OTS) Was als Skandal um die verspätete Betriebsschließung im Wintersportort Ischgl begonnen hat, ist jetzt in der Heimat des ÖVP-Nationalrats und Wirtschaftskammerfunktionärs Franz Hörl angekommen. Wie mehrere Medien berichten, ist unter den Gastronomiebetrieben im Zillertal, deren Gäste vom 8. bis 15. März sich wegen dort aufgetretener Corona-Fälle melden sollen, auch der Gaspingerhof in Gerlos, der seit mehreren Generationen im Hörl’schen Familienbesitz steht.

Für die FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch stellt sich daher folgende entscheidende Frage: „Hat Franz Hörl auch für sich und seinen Familienbetrieb interveniert, als er mutmaßlich für ein Hinausschieben des landesweiten Saisonendes im Tourismus bei den Verantwortlichen in der Tiroler Landesregierung beziehungsweise sogar auf Bundesebene eingetreten ist?“ Sollte diese Frage mit „Ja“ beantwortet werden, müsse Hörl die politischen Konsequenzen ziehen. Wenn sein Interventionsversuch erfolgreich war, steht für Belakowitsch fest, dass weitere Entscheidungsträger den Hut nehmen müssen.

„Antworten müssen jetzt vor allem der grüne Bundesminister Anschober und der ihm in mittelbarer Bundesverwaltung unterstellte schwarze Tiroler Landeshauptmann Platter geben. Wenn man die handelnden Personen kennt, so hat man den Eindruck, dass hier die in Tirol besonders ausgeprägte strukturelle Macht des ÖVP-Wirtschaftsbunds missbraucht wurde, um – auf Kosten der Gesundheit vieler Menschen – Vorteile für die eigene Klientel und vielleicht sogar den eigenen Betrieb herauszuholen“, so Belakowitsch. Die FPÖ-Abgeordnete betonte gleichzeitig, dass es nicht um eine Vorverurteilung im Schnellverfahren gehe, sondern um das Aufzeigen offensichtlicher Ungereimtheiten, für die es nach wie vor keine Klärung durch die verantwortlichen Stellen in Land und Bund gebe.

„Von Gesundheitsminister Anschober über Landeshauptmann Platter und den Tiroler Gesundheitslandesrat Tilg abwärts bis hin zu den vor Ort zuständigen Bezirkshauptleuten in Tirol müssen jetzt alle Verantwortungsträger die Fakten und Hintergründe, wie es zu den Entscheidungen kam, lückenlos auf den Tisch legen. Die Situation in Tirol ist nach wie vor sehr ernst. Deshalb ist es notwendig, dass künftige Entscheidungen von Personen getroffen werden, deren Unabhängigkeit und Unbeeinflussbarkeit von Parteipolitik und Wirtschaftsinteressen feststeht“, hob Belakowitsch hervor.

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