Der Test-Flop aus dem Sommer wird den Winter-Tourismus nicht retten

Schellhorn: „Ohne Strategie wird sich an der mangelnden Akzeptanz der Tourismus-Tests nichts ändern. Noch praxisferner kann eine Tourismusministerin nicht agieren.”

Wien (OTS) „Der Corona-Test-Flop von Ministerin Köstinger soll jetzt also die Wintersaison retten – das wird es nicht spielen”, sagt NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn. „Die Ausweitung auf alle Tourismusbetriebe war längt überfällig, hier wurde auf unsere Kritik reagiert. Das Hauptproblem ist aber, dass der Mehrwert für die Tourismusbetriebe nach wie vor nicht gegeben ist. Darum wird sich auch an der mangelnden Akzeptanz dieser Testungen im Tourismus nichts ändern.”

Halten wir fest: Angekündigt wurde von Köstinger und WK-Präsident Harald Mahrer im Mai eine flächendeckende Corona-Testung im Tourismus. Ab Juli sollten 65.000 Test pro Woche in ganz Österreich durchgeführt werden. „Wir stehen bei derzeit insgesamt 115.000 Tests österreichweit“, so Schellhorn. „Seit vier Monaten läuft das steuerfinanzierte Projekt mit einem Budget von 150 Millionen Euro, und die Tourismusministerin war bis August nicht in der Lage, einen Leitfaden für die Betriebe vorzulegen, wie im Fall einer Positiv-Testung vorzugehen ist. Im Montafon musste ein Hotel nach einer positiven Testung für zwei Wochen schließen, in Sankt Wolfgang bleibt das betroffene Hotel offen. Eine Strategie hat man sich zu den Testungen bis heute nicht überlegt. Die Betriebe brauchen aber genau diese Klarheit und Sicherheit, sonst werden ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin nicht zu den Tests gehen.“

NEOS fordern von der Ministerin daher Antworten auf die entscheidenden Fragen:

  • Welche Folgen hat ein positiver Test für das Unternehmen?
  • Welche Folgen hat ein positiver Test für die Mitarbeiter?
  • Welche Folgen hat ein positiver Test für die Gäste?

Schellhorn: „Wenn Köstinger ernsthaft glaubt, durch die Hinzunahme der Gastronomiebetriebe in ein gänzlich misslungenes Projekt würde sie den Wintertourismus retten, betreibt sie schlicht Realitätsverweigerung und zeigt nur, dass sie die touristische Praxis nur vom Hörensagen kennt.”

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