Coronavirus: Finanzielles Hilfspaket für Tourismus schließt tausende Beschäftigte aus

Gewerkschaft vida: „Regierung und Wirtschaftskammer schaffen es nicht, gute Lösung für alle auf Tisch zu legen!“

Wien (OTS) Als „regelrechte Diskriminierung“ bezeichnet Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, das heute von der Regierung und der Wirtschaftskammer angekündigte Hilfspaket für heimische Tourismusbetriebe, die vom Coronavirus betroffen sind. „Es zeigt von einer unglaublichen Inkompetenz, dass MitarbeiterInnen schon wieder unterschiedlich bewertet werden.“ Das Geld soll ja nur familien- und inhabergeführten Betrieben, nicht aber Hotelketten zur Verfügung gestellt werden. „Sind die Beschäftigten in Hotelketten weniger wert? Diese Herangehensweise unterstreicht einmal mehr die Inkompetenz der Regierung was einen wertschätzenden Umgang mit den arbeitenden Menschen in diesem Land betrifft. Regierung und Wirtschaftskammer schaffen es nicht, eine gute Lösung für alle zu finden“, betont Tusch. Der Großteil der betroffenen ArbeitnehmerInnen ist in Kettenbetrieben beschäftigt. Tusch fordert daher gezielte Förderungen, die Personalabbau verhindern.

Beschäftigte nicht überstürzt freisetzen

Tusch appelliert zudem an die UnternehmerInnen, „MitarbeiterInnen, auch trotz der Buchungsrückgänge beziehungsweise ausbleibenden Gäste in der Gastronomie, nicht kurzfristig freizusetzen. Oberstes Gebot ist es, gemeinsam mit den Beschäftigten nach Lösungen zu suchen!“ Vorstellbar sind für den vida-Gewerkschafter etwa ein Abbau von Zeitguthaben und Überstunden, oder auch spezielle Vereinbarungen für Urlaubstage zu treffen: „Ich betone noch einmal, dass es keinen Zwang für die ArbeitnehmerInnen geben darf. Es müssen Lösungen gefunden werden, die für beide Seiten akzeptabel sind.“

Ruhe statt Panik gefragt

„Es steht außer Zweifel, dass die derzeitige Ausbreitung des Coronavirus eine große Herausforderung für den Tourismus darstellt. Ja, die Situation ist schwierig, aber ich rufe alle Betroffenen auf, nicht in Panik zu geraten“, so Berend Tusch.

Sollte sich die Situation in den kommenden Wochen nicht verbessern, dann „müsse man die Lage ohnehin generell neu bewerten“, so Tusch. Er bietet allen Betrieben, die mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen haben, Unterstützung an: „Mit meinem Team in der Gewerkschaft vida stehe ich jederzeit für Gespräche zur Verfügung. Gerade in herausfordernden Situationen wie dieser ist gegenseitiger Support wichtig.“

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