Belvedere: Museen brauchen Planungssicherheit und Investition in die Zukunft.

Ohne verlässliche Budgetzusagen vor dem Sommer sind die Programme für 2021/22 gefährdet.

Tatsächlich fehlen uns dafür aber tragfähige budgetäre Rahmenbedingungen, die wir für Vertragsabschlüsse brauchen.

Direktorenduo Stella Rollig und Wolfgang Bergmann

Neben der großen Aufmerksamkeit wegen der Wiedereröffnung der Museen darf nicht vergessen werden, dass es jetzt darum geht, die Programme für 2021/22 zu fixieren

Direktorenduo Stella Rollig und Wolfgang Bergmann

Auch wenn wir es uns manchmal anders wünschen: Auch die Kultur unterliegt den Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie und der Mathematik. Wenn wir das Programm und die Größe der Ausstellungsflächen beibehalten wollen, müssen wir bei Wegfall der touristischen Einnahmen entweder die Ticketpreise verfünffachen, was unrealistisch ist, oder die öffentliche Basisabgeltung verdreifachen

Geschäftsführer Wolfgang Bergmann

Die andere Möglichkeit, nämlich eine einschneidende Reduktion von Programm und Ausstellungsfläche, führt unweigerlich zu einem deutlichen Verlust an Arbeitsplätzen

Geschäftsführer Wolfgang Bergmann

Für die öffentliche Hand ist es daher auch unter diesem Aspekt sinnvoller, durch eine Erhöhung der Basisabgeltung Jobs zu finanzieren als Arbeitslose zu subventionieren.“ Bergmann verweist dabei darauf, dass die Kurzarbeit als Kostenentlastung für Einrichtungen des öffentlichen Bereichs nicht die Ideallösung gewesen sei. „Sie hat kurzfristig eine wichtige Kostenentlastung gebracht, aber letztlich wurde hier das Niederlegen von Arbeit finanziert anstelle des Aufrechterhaltens der
Institutionen.

Geschäftsführer Wolfgang Bergmann

Wenn wir heute die Häuser kaputtsparen müssen, fehlen uns in den nächsten Jahren Programme und Aktivitäten, die wir im Sinn unseres Bildungsauftrags, aber auch für den Wirtschaftsaufschwung dringend brauchen.

Generaldirektorin Stella Rollig

Wien (OTS) Das Direktorenduo Stella Rollig und Wolfgang Bergmann präsentierte heute per Aussendung die Pläne zur Wiedereröffnung und zur Programmgestaltung.

„Neben der großen Aufmerksamkeit wegen der Wiedereröffnung der Museen darf nicht vergessen werden, dass es jetzt darum geht, die Programme für 2021/22 zu fixieren“, so Stella Rollig und Wolfgang Bergmann. „Tatsächlich fehlen uns dafür aber tragfähige budgetäre Rahmenbedingungen, die wir für Vertragsabschlüsse brauchen.“

Die Corona-Krise zeige, wie wesentlich das österreichische Kulturleben durch den Tourismus finanziert wurde. „Auch wenn wir es uns manchmal anders wünschen: Auch die Kultur unterliegt den Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie und der Mathematik. Wenn wir das Programm und die Größe der Ausstellungsflächen beibehalten wollen, müssen wir bei Wegfall der touristischen Einnahmen entweder die Ticketpreise verfünffachen, was unrealistisch ist, oder die öffentliche Basisabgeltung verdreifachen“, rechnet Bergmann vor.

„Die andere Möglichkeit, nämlich eine einschneidende Reduktion von Programm und Ausstellungsfläche, führt unweigerlich zu einem deutlichen Verlust an Arbeitsplätzen“, warnt Bergmann und meint „Für die öffentliche Hand ist es daher auch unter diesem Aspekt sinnvoller, durch eine Erhöhung der Basisabgeltung Jobs zu finanzieren als Arbeitslose zu subventionieren.“ Bergmann verweist dabei darauf, dass die Kurzarbeit als Kostenentlastung für Einrichtungen des öffentlichen Bereichs nicht die Ideallösung gewesen sei. „Sie hat kurzfristig eine wichtige Kostenentlastung gebracht, aber letztlich wurde hier das Niederlegen von Arbeit finanziert anstelle des Aufrechterhaltens der Institutionen.“

Stella Rollig weist ebenfalls auf die Bedeutung der Kultur als Wirtschaftsfaktor hin: „Wenn wir heute die Häuser kaputtsparen müssen, fehlen uns in den nächsten Jahren Programme und Aktivitäten, die wir im Sinn unseres Bildungsauftrags, aber auch für den Wirtschaftsaufschwung dringend brauchen.“

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